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Technische Sicherheit - Gefahrgut

Das Ziel der Gefahrgutvorschriften ist auch unser Ziel: Soweit wie möglich Gefahren für Personen oder Sachgüter sowie Schäden für die Umwelt, die eingesetzten Transportmittel und andere Güter zu vermeiden. Die Einhaltung der Gefahrgutvorschriften stellt sicher, dass Risiken ausgeschlossen oder auf ein Minimum reduziert werden.
 

Gefährliche Güter sicher befördern

Durch die gesamte Beförderungskette - Klassifizierung unserer Produkte, Auswahl des Beförderungsweges, Verpacken, Versenden, Einsatz von Dienstleistern usw. - wird die Einhaltung der Gefahrgutvorschriften durch ein unternehmensweites Netzwerk mit entsprechend geschulten Mitarbeitern gewährleistet. Bereits in Einkauf und Entwicklung finden diese Regelungen Beachtung, damit unsere Produkte weltweit und in Übereinstimmung mit den zutreffenden gesetzlichen Anforderungen befördert werden können. Als Global Player wollen wir unsere Kunden auch hier sicher und ohne Verzögerungen oder Beanstandungen bedienen.

Informationen für Lieferanten

Compliance Anforderungen für die Beförderung gefährlicher Güter (Gefahrgut)

Sendungen, die Gefahrgut enthalten, müssen alle anwendbaren Gefahrgutvorschriften für die genutzten Verkehrsträger und die zutreffenden nationalen Abweichungen unter Berücksichtigung der gewählten Routen erfüllen. Die Verantwortlichkeiten für die verschiedenen Themen - Klassifizierung, zulässige Innen- oder Außenverpackung, Mengen- und Inhaltsbegrenzungen, Markierung, Bezettelung, Begleitdokumente usw. - sind in den internationalen und nationalen Gefahrgutvorschriften geregelt. In den an einem Gefahrguttransport beteiligten Unternehmen müssen geeignet geschulte Mitarbeiter in ausreichender Zahl verfügbar sein, um sicherzustellen, dass alle relevanten Tätigkeiten gesetzeskonform ausgeführt werden können.

Erwartungen an den Lieferanten

Wir erwarten von unseren Lieferanten, dass sie Gefahrgut in Übereinstimmung mit den für die bestellten Güter und den im Auftrag festgelegten Transportweg anwendbaren Gefahrgutvorschriften unter Berücksichtigung der relevanten nationalen und internationalen Abweichungen versenden. Zu berücksichtigen sind dabei auch zusätzliche Anforderungen an zulässige Innenverpackungen für geplante anschließende Beförderungen wie im Auftrag angegeben.

Bereits in der Angebotsphase erwarten wir von unseren Lieferanten die erforderlichen Gefahrgutdaten, um sicherzustellen, dass

  • Gefahrgut erkannt werden kann, auch dann, wenn es in Geräten (Ausrüstungen) enthalten ist,

  • insbesondere für Bauteile und Komponenten, die für den Einbau in ein Produkt vorgesehen sind, die Beförderungsmöglichkeiten für das geplante Produkt schon in der frühesten Phase der Entwicklung durch uns geprüft werden können.

Vertragsabschluss mit Dienstleister

Bei Vertragsabschluss mit einem Dienstleister, wie Spedition, Verpacker usw., werden die erforderlichen Gefahrgutdaten durch den Auftraggeber bei Siemens (einschließlich Verbundener Unternehmen) wie in den Gefahrgutvorschriften gefordert, mitgeteilt.

Datenanlieferung

Für Gefahrstoffe können diese Daten ersatzweise auch als Teil des Sicherheitsdatenblattes geliefert werden, sofern dort alle erforderlichen Daten enthalten sind. Für Lithiumzellen oder -batterien - auch wenn zu Geräten oder Ausrüstungen beigepackt oder in ihnen eingebaut - und für auslaufsichere Nassbatterien – auch z.B. eingebaut in unterbrechungsfreien Stromversorgungen - sind die vorgegebenen Formulare (s. Downloads) zu verwenden, sofern das Zertifikat (spezifisch für Batterie-Typ und Hersteller) nicht schon bei Siemens verfügbar ist. Entsprechend unserer Erfahrung sind folgende speziellen Pünkte zu berücksichtigen:

  • Einige Güter, die als Gefahrgut klassifiziert sind, können vollständig oder teilweise freigestellt von Gefahrgutvorschriften eines bestimmten Verkehrsträgers befördert werden. Dies darf nicht die Information "Kein Gefahrgut" auslösen! Um sicherzustellen, dass Güter für alle Verkehrsträger richtig klassifiziert werden können, muss immer die korrekte Klassifizierung angegeben werden.

  • Lithiumbatterien dürfen nur aus getesteten Zellen assembliert werden und müssen entsprechend den anwendbaren Batterietests (38.3 UN Manual of Tests and Criteria) gestestet werden. Lithiumzellen oder -batterien, die die Tests nicht bestanden haben, sind für die Beförderung verboten. Ausnahmen für Prototyp-Zellen oder -Batterien können für Serienkomponenten oder -produkte nicht genutzt werden.