Helmut Schmidt

ehemaliger Politiker





1918
Geboren am 23. Dezember in Hamburg. Sein Vater ist Lehrer, seine Mutter Köchin.

1937
Abitur an der Lichtwarkschule. Anschließend Arbeitsdienst. Danach Offiziersschule.

1941
Einsatz an der Ostfront, bis 1942.

1942
Verlobung mit Hannelore Glaser, 27. Juni: Heirat.

1944
Geburt des Sohnes Helmut Walter in Bernau bei Berlin.

1945
Jänner: Tod des Sohnes durch Krankheit.
April: Gefangennahme in der Lüneburger Heide.
August: Heimkehr aus britischer Gefangenschaft.

1945-1949
Studium der Volkswirtschaft und Staatswissenschaft in Hamburg.

1946
Beitritt zur SPD.

1947
Tochter Susanne wird geboren.

1947
Bundesvorsitzender des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes, bis 1948.

1949
Examenarbeit über "Die Währungsreform in Japan und Deutschland im Vergleich".

1949-1953
Verwaltungsdienst in Hamburg. Referent, dann Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung in der Behörde für Wirtschaft und Verkehr unter Senator Karl Schiller. Ab 1952 Leiter des Amtes für Verkehr.

1953-1961
Bundestagsabgeordneter der SPD.

1961-1965 Senator für Inneres in Hamburg.

1965
Rückkehr in den Bundestag als einer der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD.

1967
Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.

1968
Stellvertretender Vorsitzender der SPD.

1969
Bundesverteidigungsminister im ersten Kabinett Brandt.

1972
Frühjahr: schwere Schilddrüsenerkrankung.
Bundeswirtschafts- und Finanzminister im ersten Kabinett Brandt.
Bundesfinanzminister im zweiten Kabinett Brandt.

1974
Wahl zum Bundeskanzler nach dem Rücktritt Brandts.

1975
Unterzeichnung der Schlußakte von Helsinki KSZE-Konferenz.
Erste Begegnung mit Friedrich Honecker.
Besuch in China, Begegnung mit Mao Tse-tung.

1977
Besuch in Washington bei US-Präsident Carter.
Höhepunkt der RAF-Terrorwelle in der Bundesrepublik.

1979
Jänner: Schmidt erreicht beim Vierer-Gipfel in Guadeloupe die politische Entscheidung zugunsten des Doppelbeschlusses der NATO. Der Doppelbeschluß wird im Dezember offizielles NATO-Konzept.

1980
Erneute Wahl zum Bundeskanzler.

1981
Ein Herzschrittmacher wird eingepflanzt.

1982
Ablösung im Bundeskanzleramt durch konstruktives Mißtrauensvotum seitens der CDU/CSU und FDP nach dem Zerfall des sozialliberalen Bündnisses.

1983
Mitherausgeber der Wochenzeitung "DIE ZEIT".

1985
Er gründet die "Freitagsgesellschaft“, die mit Vortragenden und Diskussionen ihren Teilnehmern einen befruchtenden intellektuellen Austausch ermöglichen sollen.

1986
Abschiedsrede im Deutschen Bundestag.

2010
Seine Frau Hannelore stirbt.

2011
Helmut Schmidt lebt in Hamburg.




1978 Theodor-Heuss-Preis
1978 Friedenspreis der Louise-Weiß-Stiftung in Straßburg
30 Ehrendoktortitel u.a. von Oxford und Cambridge, der Pariser Sorbonne, der amerikanischen Harvard- und der Johns Hopkins University, USA sowie auch der Keio-Universität in Japan.
1979 Europa-Preis für Staatskunst
1980 Goldman-Medaille für seinen Einsatz um Frieden und Menschenrechte.
Den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland hat er, hanseatischer Tradition entsprechend, mehrfach abgelehnt.
1983 Ehrenbürger seiner Heimatstadt Hamburg sowie von Bonn und Bremerhaven
1989 Ehrenbürger von Berlin
1995 Ehrenbürger der Barlachstadt Güstrow
1998 Ehrenbürger des Landes Schleswig-Holstein
1983 Ehrensenator der Universität Hamburg
1983 Ehrendoktor der Katholieke Universiteit Leuven
1986 Athena-Preis der Alexander-Onassis-Stiftung
1988 Freedom Award der Franklin D. Roosevelt-Stiftung
1990 Neapel-Preis des Journalismus
1989 Sein Buch „Menschen und Mächte“ erhielt den Preis „Das politische Buch“ der Friedrich-Ebert-Stiftung und 1990 den Friedrich-Schiedel-Literaturpreis.
1996 Spanischer Journalismuspreis Godo
1998 Carlo-Schmid-Preis
2001 Goldmedaille der Stiftung Jean Monnet
2002 Martin-Buber-Plakette
2002 Dolf-Sternberger-Preis
2003 wurde ein Lehrstuhl für internationale Geschichte an der privaten International University Bremen nach ihm benannt.
Im Dezember 2003 wurde die Universität der Bundeswehr in Hamburg in Helmut-Schmidt-Universität umbenannt.
2005 „Prix des Générations“ der Initiative VIVA 50plus
2005 Oswald-von-Nell-Breuning-Preis der Stadt Trier
2006 Adenauer-de Gaulle-Preis
2007 Henry-Kissinger-Preis
2007 Weltwirtschaftlicher Preis für seine realitätsbezogene Politik mit moralischem Pflichtbewusstsein
2008 Osgar, der Medienpreis der Bild-Zeitung
2009 Leipziger Mendelssohn-Preis
2010 Point-Alpha-Preis
2010 Henri-Nannen-Preis für sein publizistisches Lebenswerk