Elisabeth Noelle-Neumann

Kommunikationsforscherin





1916
Geboren am 12. Dezember in Berlin als zweites von vier Kindern in einen großbürgerlichen Haushalt. Ihr Vater war Gründer der "Tobis Filmgesellschaft“. Sie besuchte die  reformpädagogische Internats Schule Schloss Salem.

1935
 Abitur in Göttingen.

1935
Studium der Philosophie, Geschichte, Zeitungswissenschaft und Amerikanistik an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin, der Albertina in Königsberg und der University of Missouri in den USA.

1937
Auslandssemester in den USA. Sie lernt dort Demoskopie-Methoden kennen.

1940
Promotion bei Emil Dovifat. Mitarbeit bei der NS-Propaganda-Zeitschrift "Das Reich“.

1942
Joseph Goebbels will sie zu seiner Adjutantin machen. Eine längere Krankheit verhindert das.

1946
Sie heiratet den Journalisten und CDU-Politiker Erich Peter Neumann.

1947
Gründung des ersten deutschen Meinungsforschungsinstituts "Institut für Demoskopie Allensbach.“

1961
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der "Freien Universität Berlin“, bis 1964.

1964
Professorin an der Universität Mainz. Sie baut dort das Institut für Publizistik auf und leitet es bis 1983.

1968
Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, bis 1970.

1978
Präsidentin der World Association for Public Opinion Research (WAPOR), bis 1980.
Gastprofessorin an der Universität von Chicago, bis 1991.

1980
Kuratoriumsmitglied der Studienstiftung des deutschen Volkes, bis 1991. 
Ihr Buch "Die Schweigespirale“ erscheint.

1989
Mitherausgeberin des International Journal of Public Opinion Research (IJPOR).

1993
Gastprofessorin an der Universität München.

2010
Gestorben am 25. März in Allensbach.




Elisabeth Noelle-Neuman war Mitglied im Ausschuss für Kommunikationsforschung der deutschen UNESCO- Kommission (1970-1983), Präsidentin der World Association for Public Opinion Research (1978-1980), davor, seit 1973 und danach bis 1989 Council-Mitglied; Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Publizistik -und Kommunikationswissenschaft (1968-1970), seit 1993 Ehrenmitglied, Kuratoriumsmitglied der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Vorstandsmitglied der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung und Mitglied der LudwigErhart-Stiftung.




1976: Großes Bundesverdienstkreuz
1978: Ehrendoktorwürde der Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften der Hochschule St. Gallen
1978: Alexander-Rüstow-Medaille
1987: Viktor Mataja Medaille
1990: Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
1990: Helen Dinerman Award der World Association for Public Opinion Research
1999: Hanns-Martin-Schleyer-Preis
2005: Ehrenpreis der deutschen Marktforschung (BVM)
2006: Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Publizistik




Das Fischer Lexikon Publizistik / MassenkommunikationFischer-Taschenbuchverlag (Erg. Auflage 2002)

Die Schweigespirale. Öffentliche Meinung - unsere soziale Haut. Langen-Müller-Verlag (Erg. Auflage, München 2002)

Baden-Württembergische Portraits. Frauengestalten aus fünf Jahrhunderten.Deutsche Verlagsanstalt DVA, 1999

Allensbacher Jahrbuch der Demoskopie, Bd.9., 1984-1992
Saur, KG. München 1993

Kampa. Meinungsklima und Medienwirkung im Bundestagswahlkampf 1998Alber-Verlag, Freiburg 1999

Alle, nicht jeder. Einführung in die DemoskopieSpringer-Verlag Berlin Heidelberg, 2000

Zweifel am Verstand. Das Irrationale als die neue Moral.Co-Autor Hans Maier-LeibnitzVerlag Fromm, Osnabrück 2002

Niemand hat das Recht, sein Talent zu vergeuden.Heinz Maier-Leibnitz. Ein Portrait in Zitaten.Verlag Fromm, Osnabrück 2001

Die Antwort der Zeitung auf das Fernsehen. Geschichte einer Herausforderung.UVK Medien-Verlagsgesellschaft, Mai 1998