Nicholas Ofczarek

Schauspieler




1971
Geburt am 30. Mai in Wien. Seine Eltern Roberta und Klaus Ofczarek (langjähriges Ensemblemitglied an der Wiener Volksoper) waren Sänger. Einige Jahre seiner Jugend verbrachte Nicholas Ofczarek in Graz und in der Schweiz – bedingt durch Engagements des Vaters.

1985
Rückkehr nach Wien, Schulbesuch, Matura. Die Eltern rieten ihm vom Berufswunsch Sänger zu werden ab – so besuchte er die Schauspielschule. Wie sein Vater das Konservatorium der Stadt Wien, das inzwischen Konservatorium Wien Privatuniversität heißt, bei Prof. Elfriede Ott.

1989
Nichoas Ofczarek lernt im Wiener Hanappi-Stadion ein Mädchen namens Tamara Metelka (geb. 1972) kennen. Sie ist die Freundin eines Freundes und strebt eine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar an. Dieser Wunsch wird später in Erfüllung gehen.

1990/10
Der Verschwender / Ferdinand Raimund (Rolle: Herr von Helm), Stadttheater Klagenfurt, Regie: Fritz Zecha

1991/07
Einen Jux will er sich machen / Johann Nepomuk Nestroy (Rolle: August Sonders), Festspiele Burg Liechtenstein, Regie: Elfriede Ott

1991/11:
Pippi Langstrumpf / Astrid Lindgren (Rolle: Matrose), Theater der Jugend, Renaissancetheater Wien, Regie: Klaus Rott

1992/05
Rokoko / Cecilie Løveid (Rolle: Weißer Mann 2), Wiener Festwochen & Theater Drachengasse im Theater im Künstlerhaus, Regie: Beverly Blankenship

1992/07:
La Donna di Garbo oder Liebe macht erfinderisch / Carlo Goldoni (Rolle: Lelio), Komödienspiele Porcia, Regie: Tamás Ferkai

1992/10:
Dr. Faust und der verhängnisvolle Pakt mit dem Teufel / Johann Wolfgang von Goethe / Carlo Formigoni (Rollen: Valentin / Gott), Theater der Jugend, Renaissancetheater Wien, Regie: Carlo Formigoni

1993/07
Ein Sommernachtstraum / William Shakespeare (Rolle: Füge / Löwe), Komödienspiele Porcia, Regie: Tamás Ferkai

1993/10:
Gretchen Sackmeier / Christine Nöstlinger / Eberhard Petschinka (Rolle: Hänschen), Theater der Jugend, Theater im Zentrum Wien, Regie: Alexander Strobele

1994
Parkplatz (Rolle: Franz Moosbacher), Regie: Kurt Ockermueller, Kinofilm

1994/09:
Titus Andronicus / Francis Beaumont (Rolle: Martius), Akadmietheater Wien, Regie: Wolfgang Engel - Es ist Ofczareks erste Arbeit am Bugtheater, er ist dort bis heute Ensemblemitglied.

1994/12:
Das Dschungelbuch / Rudyard Kipling / Hansjörg Betschart (Rolle: Shir Khan), Burgtheater Wien, Kasino am Schwarzenbergplatz, Regie: Hansjörg Betschart

1995/04
Romeo und Julia / William Shakespeare (Rollen: Peter / Diener der Amme), Burgtheater Wien, Regie: Karlheinz Hackl

1995:
Nicholas trifft im Burgtheater auf die dort ebenfalls engagierte Tamara Metelka (siehe 1989). Ein knappes Jahr später sind die beiden verheiratet.

1995/11:
Raststätte oder Sie machens Alle / Elfriede Jelinek (Kellner, Rollenübernahme), Akadmietheater Wien, Regie: Claus Peymann

1996/05
Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär / Ferdinand Raimund (Rollen: Zenobius / Lorenz / Tophan), Wiener Festwochen & Burgtheater Wien im Theater an der Wien, Regie: Ursel Herrmann

1996/07:
Der einsame Weg / Arthur Schnitzler (Rolle: Felix), Festspiele Reichenau, Regie: Beverly Blankenship

1997/02
Zurüstungen für die Unsterblichkeit / Peter Handke (Rolle: Raumverdränger Drei), Burgtheater Wien, Regie: Claus Peymann

1997/04:
Der Floh im Ohr / Georges Feydeau (Rolle: Camille Chandebise), Akademietheater Wien, Regie: Karlheinz Hackl

1998/05
Professor Bernhardi / Arthur Schnitzler (Rolle: Hochroitzpointner), Burgtheater Wien, Regie: Achim Benning

1998/06:
Krähwinkelfreiheit / Johann Nestroy / Thomas Martin (Rollen: Eberhard Ultra / Anton / Arthur), Burgtheater Wien, Regie: Frank Castorf

1999
Nicholas Ofczarek erhält die Josef-Kainz-Medaille für seine schauspielerische Leistung als Eberhard Ultra in Krähwinkelfreiheit am Burgtheater Wien.Josef-Kainz-MedailleEine von der Stadt Wien 1958 (100. Geburtstag des Schauspielers Josef Kainz) gestiftete, jährlich vergebene Auszeichnung für Schauspieler, Regisseure und Bühnenbildner. Gemeinsam mit dem Nestroy- und dem Raimundring wurde sie ab 2000 in den in mehreren Kategorien jährlich vergebenen Nestroy-Theaterpreis umgewandelt.

1999:
Nicholas' und Tamaras Tochter Maeve wird geboren.1999/10: Nordrand (Ensemble), Regie: Barbara Albert, Kinofilm

1999/10:
Bakchen / Euripides / Raoul Schrott (Rolle: Pentheus), Burgtheater Wien, Regie: Silviu Purcarete

2000/06
Der Färber und sein Zwillingsbruder / Johann Nepomuk Nestroy (Rolle: Kilian Blau und Hermann Blau, Zwillinge), Burgtheater Wien, Regie: Karlheinz Hackl

2000/12:
Der jüngste Tag / Ödön von Horváth (Rolle: Ferdinand), Burgtheater Wien, Regie: Andrea Breth

2001/03
Leonce und Lena / Georg Büchner (Rolle: Prinz Leonce), Burgtheater Wien, Regie: Sven-Eric Bechtolf

2001/10:
Maria Stuart / Friedrich Schiller (Rolle: Mortimer), Burgtheater Wien, Regie: Andrea Breth

2001/12:
Soko Kitzbühel – Der Clan (Rolle: Volker Tichalski), Regie: Stefan Klisch, TV-Serie

2002/01
Der Bulle von Tölz - Schlusspfiff (Rolle: Fredi Holzbauer), Regie: Nikolaus Leytner, TV-Serie

2002/02:
Die Jungfrau von Orléans / Friedrich Schiller (Rolle: Karl der Siebente), Burgtheater Wien, Regie: Karin Beier

2002/04:
Blumen für Polt (Rolle: Fitz Holzer), Regie: Julian Pölsler, TV-Film

2002/07:
Affaire Lina Loos / Arthur Schnitzler (Rolle: Alfred Polgar), Festspiele Reichenau, Südbahnhotel Semmering, Regie: Jürgen Kaizik

2002/12:
Emilia Galotti / Gotthold Ephraim Lessing (Rolle: Angelo), Akademietheater Wien, Regie: Andrea Breth

2003
Verleihung des Wiener Schauspielerringes an Nicholas Ofczarek.Wiener SchauspielerringGestiftet vom Wiener Regisseur, Theaterleiter und Autor Herbert Lederer im Jahr 1998. Wird alle 5 bis 7 Jahre für kommende zu erwartende Akzente im Wiener Theaterleben vom Vorgänger übergeben. PreisträgerInnen sollten unter 50 Jahre alt sein. Bisherige PreisträgerInnen: 1998 Herbert Föttinger, 2003 Nicholas Ofczarek, 2009 Regina Fritsch.

2003/07:
Umsonst / Johann Nepomuk Nestroy (Rolle: Pitzl), Festspiele Reichenau, Regie: Michael Gampe

2003/09:
Was ihr wollt oder Zwölfte Nacht / William Shakespeare (Rolle: Sir Toby Rülp), Burgtheater Wien, Regie: Roland Koch

2003/11:
Der Kissenmann / Martin McDonagh (Rolle: Ariel), Akadmietheater Wien, Regie: Anselm Weber

2003/12:
Polterabend (Rolle: Fitz Holzer), Regie: Julian Pölsler, TV-Film

2004/04
Don Carlos, Infant von Spanien / Friedrich Schiller (Rolle: Herzog von Alba), Burgtheater Wien, Regie: Andrea Breth

2004/07:
Der Talismann / Johann Nepomuk Nestroy (Rolle: Titus Feuerfuchs), Festspiele Reichenau, Regie: Michael Gampe

2005/02
Zu ebener Erde und erster Stock oder Die Launen des Glücks / Johann Nepomuk Nestroy (Rolle: Johann), Burgtheater Wien, Regie: Anselm Weber

2005/04:
Der Kirschgarten / Anton Tschechow (Rolle: Jaša), Burgtheater Wien, Regie: Andrea Breth

2005/08:
König Ottokars Glück und Ende / Franz Grillparzer (Rolle: Zawisch von Rosenberg), Salzburger Festspiele & Burgtheater Wien, Perner-Insel, Salzburg, Regie: Martin Kušej

2005/10:
Don Carlos, Infant von Spanien / Friedrich Schiller (Rolle: Herzog von Alba), Regie: Andrea Breth, TV-Aufzeichnung

2005:
Nicholas Ofczarek erhält den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie 'Bester Schauspieler' für die Gestaltung des Johann in Zu ebener Erde und erster Stock oder Die Launen des Glücks am Burgtheater Wien. (Gemeinsam mit Michael Maertens für die Rolle Rudolf von Habsburg in König Ottokars Glück und Ende und Algernon in Ernst ist das Leben [Bunbury] ebenfalls am Burgtheater Wien.)Der Nestroy-Theaterpreisist eine österreichische Auszeichnung für Theaterschaffende und wird in zwölf Kategorien jährlich seit 2000 im November vergeben. Er ist der Nachfolger des von der Stadt Wien gestifteten Nestroy-Ringes sowie der Kainz-Medaille, deren Verleihung 1999 eingestellt wurde. Der Verleihungsmodus gestaltet sich wie folgt: Eine Jury österreichischer TheaterkritikerInnen erstellt für jede Kategorie einen Vorschlag von drei Nominierten. Die Auswahl des/der jeweiligen Kategoriesiegers/-siegerin geschieht durch briefliche Abstimmung der knapp 400 Mitglieder der "Akademie", d.s. alle bisherigen Nominierten bzw. PreisträgerInnen des Nestroy-Preises und die TrägerInnen des Nestroy-Ringes sowie der Kainz-Medaille.Die Kategorien sind: Beste Aufführung (gilt als einzige für den gesamten deutschen Sprachraum, alle anderen nehmen nur auf Österreich Bezug), beste Regie, beste Ausstattung, beste Schauspielerin, bester Schauspieler, beste Nebenrolle, bester Nachwuchs, beste Off-Produktion sowie Autorenpreis, Lebenswerk, Spezialpreis (seit 2002) und Publikumspreis (seit 2009, Abstimmung via Internet über zahlreiche Nominierte).

2006/05
Die Entführung aus dem Serail / Wolfgang Amadeus Mozart (Rolle: Selim Bassa), Burgtheater, Staatsoper Wien, Regie: Karin Beier2006/07: Höllenangst / Johann Nepomuk Nestroy (Rolle: Wendelin), Salzburger Festspiele & Burgtheater Wien, Landestheater Salzburg, Regie: Martin Kušej

2006/10:
Schwere Jungs (Rolle: Brauereibesitzer Michel Dorfler), Regie: Marcus H. Rosenmüller, Kinofilm

2006/10:
König Ottokars Glück und Ende / Franz Grillparzer (Rolle: Zawisch von Rosenberg, Regie: Martin Kušej / Peter Schönhofer, TV-Aufzeichnung

2006:
Nicholas Ofczarek erhält auch in diesem Jahr den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie 'Bester Schauspieler', diesmal für die Gestaltung des Wendelin in Höllenangst am Burgtheater Wien.

2007/07
Komödie der Worte (Stunde des Erkennens, Das Bacchusfest, Literatur) / Arthur Schnitzler (Rollen: Dr. Karl Eckold / Gilbert / Felix Staufner), Festspiele Reichenau, Regie: Michael Gampe

2007/12:
Die Strudelhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre (Rolle: Langl), Regie: Robert Matejka, Hörspiel

2008/02
Falco – Verdammt, wir leben noch (Rolle: Markus Spiegel), Regie: Thomas Roth, Kinofilm2008/05: Die Rosenkriege / William Shakespeare (Rolle: Richard III.), Burgtheater Wien, Regie: Stephan Kimmig

2008/07:
Parkbank-Philosophen / Karl Farkas / Nicolaus Hagg (Rolle: Philosoph), Festspiele Reichenau, Regie: Nicolaus Hagg

2008/09:
Der Weibsteufel / Karl Schönherr (Rolle: Ein junger Grenzgänger), Akademietheater Wien, Regie: Martin Kušej

2009/02
Das Leben ein Traum / Calderon de la Barca (Rolle: Sigismund), Burgtheater Wien, Regie: Karin Beier

2009/07:
Spiel im Morgengrauen / Arthur Schnitzler (Rolle: Leutnant Greising), Festspiele Reichenau, Regie: Nicholas Ofczarek

2009:
Für seine schauspielerische Leistung als junger Grenzgänger in Der Weibsteufel erhält Nicholas Ofczarek den 3sat-Theaterpreis.3sat-TheaterpreisDer mit 10.000 Euro dotierte 3sat-Preis zeichnet einen oder mehrere Künstler aus, die bei einer zum Theatertreffen Berlin eingeladenen Inszenierungen mitgewirkt haben und zukunftsweisende Impulse für das deutsche Schauspiel setzen.

2010/04
Geschichten aus dem Wienerwald / Ödön von Horváth (Rolle: Alfred), Akademietheater Wien, Regie: Stefan Bachmann

2010/07:
Jedermann / Hugo von Hofmannsthal (Rolle: Jedermann), Salzburger Festspiele, Regie: Christian Stückl

2010/09:
Sennentuntschi (Rolle: Sebastian Reusch), Regie: Michael Steiner, Kinofilm

2010/12:
Was ihr wollt / William Shakespeare (Rolle: Sir Toby Rülp), Burgtheater Wien, Regie: Matthias Hartmann

2011/10
Kasimir und Karoline / Ödön von Horváth (Rolle: Kasimir), Residenztheater München, Regie: Frank Castorf

2011/12:
Schikaneder - Der Sommer der Gaukler (Rolle: Wallerschenk), Regie: Marcus H. Rosenmüller, Kinofilm

2012/01
Endstation Sehnsucht / Tennessee Williams (Rolle: Stanley Kowalski), Burgtheater Wien, Regie: Dieter Giesing

2012/02:
Fool of love – Shakespeare-Sonette mit Musik (Ensemble), Burgtheater Wien, Regie: Matthias Hartmann

2012:
Jesus loves me (Rolle: Satan), Regie: Florian David Fitz, Kinofilm, derzeit in Nachbearbeitung

2012:
Braunschlag / David Schalko (Rolle: Discobesitzer Pfeisinger), Regie: David Schalko, 8teilige TV-Serie, derzeit in Nachbearbeitung

2012:
Verleihung des Gertrud-Eysoldt-RingesGertrud-Eysoldt-RingWird seit 1986 von der Stadt Bensheim und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für herausragende schauspielerische Leistungen vergeben und ist mit EUR 10.000,- dotiert. Das durch den Ring geehrte Andenken gilt der Schauspielerin und Regisseurin Gertrud Eysoldt (1870 – 1955).

2012:
Verleihung des Nestroyringes der Stadt Ischl für herausragende schauspielerische Leistungen im Theater.Nestroyring der Stadt IschlWar eine Auszeichnung der Stadt Wien, die seit 1976, anlässlich der 175. Wiederkehr des Geburtstages von Johann Nepomuk Nestroy, alljährlich an Künstler verliehen wurde, die sich um eine satirisch-kritische Darstellung Wiens und seiner Bewohner verdient gemacht hatten. Nachdem der Nestroy-Ring (gemeinsam mit dem Raimund-Ring und der Josef-Kainz-Medaille) im Jahr 2000 in den Nestroy-Preis umgewandelt wurde, beschloss der Ischler Gemeinderat im Jahr 2004 den Nestroy-Ring in Zukunft durch die Stadt Bad Ischl verleihen zu lassen. Die Kriterien wurden dabei nicht wesentlich verändert, sie lauten: Die Pflege von Nestroys Erbe auf höchster künstlerischer Ebene, unter zeitkritischen, satirischen und phantasievollen Aspekten. Bisherige Preisträger waren 2005 Erwin Steinhauer, 2007 Karlheinz Hackl, 2008 Peter Turrini und 2010 Karl Markovics.