IoT Well Surveillance

Siemens präsentiert eine in Zusammenarbeit mit Intel entwickelte IoT-basierte Digitalisierungslösung für Ölfelder

IoT Well Surveillance

- Siemens IoT Well Surveillance ist eine Digitalisierungslösung für die sichere und skalierbare dezentrale Automatisierung von Öl- und Gasförderanlagen
- Die Lösung wird auf ADIPEC vom 13. bis 16. November 2017 in Abu Dhabi präsentiert
- Projektpartner OMV hat die IoT Well Surveillance seit April 2017 in einem Pilotprojekt erfolgreich im Einsatz
 

Siemens hat heute eine skalierbare End-to-End-IoT-Lösung präsentiert, die Öl- und Gasunternehmen dabei unterstützen wird, ihre Produktion zu optimieren und Kosten durch vernetzte Systeme zur dezentralen Automatisierung und Datenanalyse zu senken. IoT Well Surveillance wurde in Zusammenarbeit mit der Intel Industrial IoT Group entwickelt und wird auf der Internationalen Erdöl-Fachmesse und -Konferenz ADIPEC vom 13. bis 16. November 2017 in Abu Dhabi präsentiert. Mit diesem innovativen Ansatz bietet Siemens gemeinsam mit Intel der internationalen Öl- und Gasindustrie eine kosteneffiziente Lösung an, um in der Fläche verteilte Anlagen mit minimalem Aufwand in ein Netzwerk zu integrieren und gleichzeitig einen hohen Automatisierungsgrad zu erreichen.

Sinkende Umsätze erfordern neue Ansätze
 In einer von fallenden Preisen gekennzeichneten Branche hilft Siemens IoT Well Surveillance Öl- und Gasförderunternehmen, die Kostenvorteile der Digitalisierung umfassend zu nutzen. Da die Öl- und Gaspreise seit 2014 um rund 50 Prozent gesunken sind, suchen Unternehmen derzeit verstärkt nach Technologien, die die Anlageneffizienz steigern und den Betrieb optimieren. Die in der Fläche weit verteilten Ölförderanlagen haben in der Regel einen beträchtlichen Abstand zueinander und sind daher meist nur teilweise in Automatisierungssysteme integriert. Dies macht die Datenerfassung für die zentrale Speicherung und Analyse schwierig und begrenzt die betrieblichen Möglichkeiten. Siemens IoT Well Surveillance gestattet es Öl- und Gasförderunternehmen, Daten von zuvor nicht vernetzten Anlagen kosteneffizient in ihre Automatisierungssysteme zu integrieren. Dies erlaubt eine umfassende Zustandsüberwachung (Condition Monitoring), vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) und damit die
Reduktion von Anlagenausfallzeiten.

Smart Data für dezentrale Anlagen
Siemens IoT Well Surveillance zielt auf einen effizienteren Betrieb und eine verbesserte
Überwachung von Ölfeld-Förderanlagen ab. Die Lösung nutzt vorhandene Sensoren und das
Simocode-Motormanagementsystem von Siemens für die dezentrale Datenanalyse. Das Edge-
Computing-Gerät, die mit Intel Komponenten ausgestattete Siemens Nanobox, führt mit Hilfe der
gewonnen Daten anspruchsvolle Analyse- und Soft-Sensing-Aufgaben durch, berechnet daraus
die Pumpenparameter, löst Alarme aus und optimiert die Produktion. Die Durchführung dieser
Berechnungen an der Pumpe gewährleistet einen unabhängigen Betrieb am Bohrloch. Zur
Weiterverarbeitung und Feldanalyse werden die Informationen an ein zentrales SCADA-System
bzw. an eine IoT-Plattform gesendet. Weitere Betriebs- und Alarmfunktionen inklusive
Videointegration stehen dem Personal vor Ort über ein interaktives Webportal zur Verfügung.

Integration in Siemens IoT-Betriebssystem MindSphere
Die Lösung ist in die Siemens IoT-Plattform MindSphere integriert und bietet eine nahtlose
Verbindung zwischen der Produktionsanlage und den Anwendungen für die erweiterte Analyse
mehrerer Bohrlöcher. Zu den weiteren Vorteilen dieser Digitalisierungslösung zählen die
gesteigerte Anlagen-Transparenz, die hohe betriebliche Effizienz und die maximierte
Produktivität.
„Siemens IoT Well Surveillance optimiert die Ölproduktion und arbeitet mit höchster
Energieeffizienz“, bestätigt Uwe Tröger, Siemens Global Head Oil & Gas Onshore und Senior
Executive VP Process Industries und Drives (PD) sowie Digital Factory (DF), verantwortlich für
den mittleren Osten. „Dies ermöglicht es, die Kosten in einer Branche zu senken, die enorme
Anstrengungen unternimmt, um angesichts der niedrigen Ölpreise eine anhaltende Rentabilität
zu gewährleisten. Durch die Digitalisierung und den Einsatz innovativer Technologien, die sich
bereits in anderen Branchen bewährt haben, können Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit
nachhaltig verbessert werden.“

Technologiekooperation mit Intel
Intel hat bei der Entwicklung von Siemens IoT Well Surveillance eng mit Siemens
zusammengearbeitet. Intel-Technologien und Hardware sind in der Lösung enthalten, darunter
ein mit einem Intel® Atom™-Prozessor ausgestattetes Gateway, die Siemens Nanobox, und ein
Intel-basierter Wireless Access Point. Ein robustes, mit einem Intel® Core™ i5-Prozessor
betriebenes Siemens Industrie Tablet wird vor Ort für die Visualisierung der aktuellen Daten und
der bis zu sechs Monate umfassenden Datenhistorie eingesetzt. Intel war zudem an der
Softwareentwicklung beteiligt.
„Die innovative IoT-Lösung von Siemens für die Überwachung, Analyse und Steuerung von
Erdölförderanlagen basiert auf der skalierbaren Intel IoT-Technologie und demonstriert den
Nutzen moderner Analysemethoden und von Soft Sensing für die Optimierung und Überwachung
von Bohrlöchern, womit die Gesamtbetriebskosten deutlich gesenkt werden“, erklärt Christine
Boles, General Manager der Division Industrial & Energy Solutions in der Internet of Things
Group von Intel. „Gemeinsam helfen Intel und Siemens dabei, die Welt der Ölfeldautomatisierung
zu verändern und Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld erfolgreich zu machen.“

Erfolgreiches Pilotprojekt mit OMV
Partner für das Pilotprojekt von Siemens und Intel ist das in Wien ansässige Öl- und
Gasunternehmen OMV, welches seit April 2017 die IoT-Bohrlochüberwachungslösung auf einem
Ölfeld testet. OMV ist Betreiber von mehreren tausend sogenannten Beam Pump Stripper Wells
weltweit. IoT Well Surveillance ermöglichte neben der Produktionsoptimierung das frühzeitige
Erkennen und Beheben von Produktionsverlusten, die Optimierung der Instandhaltung und eine
Entlastung des Personals vor Ort. „Die Siemens-Lösung ermöglicht die vollständige und zugleich
kosteneffiziente Überwachung von Sonden mit geringer Produktion wie Stripper Wells“, bestätigt
Saša Blažeković, Team Leader Production Support bei OMV.



Ansprechpartner für Journalisten:


Siemens AG Österreich
Kerstin Glatz-Krainz Tel.: +43 (0) 51707 23099
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14.11.2017